Diana Schwalbe (diana.schwalbe(at)nabu-heidelberg.de)
und Ronny Schwalbe (ronny.schwalbe(at)nabu-heidelberg.de)

Im Februar finden üblicherweise die ersten Treffen und Vorabbesprechungen statt. Termine finden Sie hier.
Sie können sich auf der Krötenretterwebseite anmelden , wenn Sie über die Aktionen in diesem Arbeitskreis informiert sein möchten. Wir kontaktieren Sie dann und schalten Sie frei. Eine Übersicht über die momentan registrierten Gruppen aus DACH können Sie sich hier machen.
Weiter unten finden Sie eine nähere Beschreibung, wann und wie wir Kröten retten.
Der AK organisiert sich hauptsächlich über 2 WhatsApp Gruppen (Amphibienwanderung und Biotoppflege).
Es sind jedoch andere Messengerdienste (z.B. Signal) möglich.
Auch ganzjährig gibt es was zu tun: Melden Sie sich unter ak-amphibienwanderung(at)nabu-heidelberg.de
Dieser Arbeitskreis befasst sich mit der Vorbereitung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen bei Amphibienwanderungen im Großraumbereich Heidelberg.

Sein Ziel ist es, dass möglichst viele Amphibien unbeschadet bei ihren Laichgewässern ankommen, um sich dort fortzupflanzen und somit die dort vorkommenden Amphibienarten für die nächste Generation zu erhalten.
Dafür setzen sich ehrenamtliche Helfer und NABU-Mitglieder gemeinsam an verschiedenen Einsatzstellen im Bereich Heidelberg für den Schutz und die Betreuung der jeweils im Frühjahr zu ihren Laichgewässern wandernden Amphibien ein.
Hallo Ihr lieben Amphi-Interessierten!
Ich bin "MC Bufo" und eine Wechselkröte.
Der NABU Heppenheim hatte eine Stelle als Maskottchen für die Krötenretter-Teams zu besetzen.Die Anforderungen waren: naturverbunden, ansprechende Erscheinung, höfliche Umgangsformen, Teamplayer, positive Lebenseinstellung. Um es kurz zu machen - ich habe den Job und wir werden uns künftig häufiger sehen: Ich bin bereits dabei, die Wanderstrecken für Euch und die Amphibien sicherer zu machen.
Als Maskottchen bin ich natürlich auch im Marketing aktiv und werde fleißig die Werbetrommel für uns Krötenretter rühren, damit wir noch mehr Unterstützung bekommen!
Jetzt unterstütze ich auch beim NABU Heidelberg. Zusammen sind wir stark - let it quak!
Euer MC Bufo
Bilder: NABU Heppenheim
Beginn der Biotoppflege: 20.01.2026 (Ziegelhausen)
03.01.2026 (HD Bergfriedhof)
Beginn der Wanderung: ca. 10.02.2026
Bisher:
Beteiligte Helfer: 75
Einsätze: 628 Stk.
Gerettete Tiere: 4.628 Stk.
Orte: 33
Gerettete Arten: 8
Stunden: 1.353 h
gefahrene km: 3.262 km
Wir danken allen Helfern, die sich momentan bereits beteiligen können!
Am 31.1.2026 hatte der Stadtteilverein Schlierbach e.V. zu einem Neujahrsempfang in die Schlierbachhalle eingeladen. Zu diesem Anlass konnten sich Schlierbacher Vereine und Initiativen, Ehrenamtliche und Professionelle mit ihren Aktivitäten dem interessierten Publikum präsentieren. Die Krötenretter waren dabei!

Aktion: Entfernung der Algen aus dem Putenbassin und vorsichtiges Zurücksetzen der Amphibien, Kaulquappen und Juvenilen.
Seit dem Frühjahr 2024 übernimmt der NABU Heidelberg die Reinigung (Entfernung der Algen) der Putenbassinbecken im Schlosspark Schwetzingen. Mit Stiefelhosen und Kescher wird beschwerlich im Becken gefischt, der Laich, später Kaulquappen und Juvenile Amphibien, werden mühsam aus den Algen sortiert und zurückgesetzt. Hier einige Impressionen der Aktionen:
Bilder: Kucklack
Beginn der Biotoppflege: 01.01.2025 (Ziegelhausen)
26.01.2025 (HD Emmertsgrund)
Beginn der Wanderung: ca. 24.02.2025
Beteiligte Helfer: 73
Einsätze: 998 Stk.
Gerettete Tiere: 6990 Stk.
Gerettete Arten: 10
Stunden: 1779 h
gefahrene km: 6388 km
Wir danken allen Helfern, die sich beteiligen konnten!
Übersicht: Amphibienretten und Monitoring, nach Tieren, Tiere im Gebiet, Tiere nach Helfern und Einsatz-dokumentation (verschlüsselt), Gebiete von HD, Dokumentation der Gesamtzahlen Einsätze Stunden und KM
Bilder: Ronny Schwalbe
Diagramme: Übersicht Entwicklung Amphibienrettung der Jahre 2010 bis 2025, Steigerung der Gebiete und Helfer, Übersicht Monate 2025 von Februar bis August, Übersicht der Tage im Monat von Februar bis August
Diagramme: Übersicht Entwicklung Amphienmonitoring der Jahre 2010 bis 2025, Steigerung der Gebiete und Helfer, Übersicht Monate 2025 von Februar bis August, Übersicht der Tage im Monat von Februar bis August
Bilder: Ronny Schwalbe
Übersicht 2019-2021
Amphibien und Reptilien zählen zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen Baden-Württembergs. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Bestände der einheimischen Amphibien- und Reptilienarten so erschreckend zurückgegangen, dass spezielle Schutzmaßnahmen für die bedrohten Arten und ihre Lebensräume dringend erforderlich sind.
Sobald die Nachttemperaturen bei plus fünf Grad Celsius und mehr liegen, kommen Frösche, Kröten und Molche in Hochzeitsstimmung. Aufgrund der milden Witterung konnten die ersten Amphibien in Heidelberg 2021 bereits im Januar beobachtet werden. In dem sich dahinschleppenden Frühlingsbeginn (mild, aber zu trocken) blieb der große Startschuss mit Idealbedingungen für unsere Frösche, Kröten, Molche und Salamander jedoch aus.
Bei Amphibien hängt die Körpertemperatur stark von der Außentemperatur ab. Das haben sie mit den Schlangen und Echsen gemein, aber auch mit allen wirbellosen Tieren, zum Beispiel
den Insekten. Ist es zu kalt, kommen ihre Lebensgeister nicht richtig in Schwung. Selbst wenn die innere Uhr sagt, dass Fortpflanzungszeit ist, kann es ein, dass tiefe Temperaturen es den Tieren
physisch unmöglich machen.
Normalerweise wandern Amphibien weitgehend im Schutz der Dunkelheit. Ist es schon sehr spät im Jahr und der „Laichdruck“ entsprechend groß, kommt es vor, dass Amphibien bei weiterhin kalten Nächten mit der Wanderung zunehmend in die Tagesstunden ausweichen. Zum Beispiel machten sich die ersten Amphibien Ende Februar 2021 bei trockenem, windstillem Wetter und 8,5°C auf den Weg. In der ersten Märzwoche setzte starker Regen ein. Bei 8°C stellten wir die ersten größeren Amphibienbewegungen fest. Jedoch fielen die Temperaturen Mitte März stellenweise schon wieder auf unter 4°C. Um den 20. März setzte sogar leichter Schneefall ein. Ende März waren die Temperaturen dann wieder bei ca. 10°C. Es war zwar recht trocken, die Amphibien konnte nun nichts mehr halten.
Immer wieder fallen Amphibien bei ihrer Wanderung in Gullys. Unsere Helfer sind zur Stelle und helfen den armen Geschöpfen aus ihrer gefährlichen Lage und bringen die Tiere sicher zu ihren Laichplätzen.
Nun zahlt sich die gute Zusammenarbeit mit dem Umweltamt aus. Nachdem wir die ungesicherten Gullys gemeldet haben, prüft das Umweltamt, ob man die Gullys mit feinmaschigen Draht absichert, oder ob man sogenannte Amphibien-Ausstiegshilfen anbringen kann.
In Heidelberg organisiert der NABU Heidelberg zusammen mit dem Umweltamt die Amphibienwanderung. Zwei Arbeitskreise begleiten diese seit Jahren: der AK Amphibienwanderung und der AK Reptilien. Beide unterstützen sich gegenseitig sehr erfolgreich bei dieser gewaltigen Arbeit.

Im Februar finden üblicherweise die ersten Treffen und Vorabbesprechungen statt. Es werden Einsatzteams organisiert. Mit Taschenlampe, wetterfester Kleidung, Warnweste, Sammeleimer, und Spaß am Hilfseinsatz kann der Start im Helferteam losgehen.
Die Hilfseinsätze beginnen etwa ab März und dauern ungefähr bis Ende Mai (witterungsbedingt schwankend).
Die Teams sollten bei Einbruch der Dunkelheit „vor Ort“ sein. Die Helfer werden von den jeweiligen Teamleitern möglichst frühzeitig per E-Mail oder telefonisch informiert. Alle Heferinnen und Helfer sind zusätzlich noch in einer WhatsApp-Gruppe organisiert.
Auch Jugendliche und Familien mit Kindern können sich an einigen Wanderstellen beteiligen. Da die Einsätze aber teilweise an Verkehrsstraßen und Straßen im Randgebiet von Bebauungen erfolgen, dürfen jüngere Kinder nur unter Aufsicht ihrer Eltern teilnehmen, damit die Kinder jederzeit entsprechend abgesichert sind.
Hinweis: Alle heimischen Amphibienarten genießen einen gesetzlichen Schutz. Es ist nicht erlaubt, den Tieren ohne eine Genehmigung der Naturschutzverwaltung nachzustellen oder sie zu fangen!
Während der Einsätze notieren sich die Helferinnen und Helfer die Funde. Es werden Arten, Anzahl und wenn möglich das Alter festgehalten.
Erfahrene Helferinnen und Helfer halten dann auch noch das Geschlecht fest. Bergmolche zum Beispiel erkennt man sehr gut an der Körperform und der Hautzeichnung. Für die
Erkennung der Arten gibt es sehr gute Bestimmungshilfen. Zuhause oder unterwegs mit dem Handy werden die Daten in unsere Webseite eingetragen.
Die Krötenretterwebseite wurde von Diana und Ronny Schwalbe maßgeblich mitentwickelt und löste eine jahrelange Zettelwirtschaft ab. Auswertungen der einzelnen Fundorte können nun ebenso
problemlos durchgeführt werden als auch Jahresvergleiche. So können die AKs gegenüber dem NABU und dem Umweltamt jederzeit Entwicklungen ohne große Probleme und ohne großen
Zeitaufwand zur Verfügung stellen.
Die Informationen oben finden Sie auch in diesem Flyer zum Nachlesen und noch viel mehr.
Wir freuen uns, wenn Sie die Amphibien und Reptilien unterstützen möchten und wir Sie bei unserem Vortreffen begrüßen dürfen!
Letzte Aktualisierung: 06.03.2025 (RS)